Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Wärme der Aussenluft – auch im Winter. Sie ist flexibel einsetzbar, braucht keine Bohrung und ist in der Anschaffung die günstigste Wärmepumpen-Lösung.
So funktioniert sie
Ein Ventilator im Aussengerät führt Umgebungsluft über einen Wärmetauscher. Ein Kältemittel nimmt die Wärme auf, der Verdichter hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an Heizung und Warmwasser ab. Je nach Bauweise steht das Gerät als Monoblock komplett draussen oder als Split-Gerät teils innen, teils aussen.
Aussen oder innen aufgestellt?
Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es in zwei Bauarten. Welche besser passt, hängt vor allem von Platz, Schallschutz und Gestaltung ab.

Aussen aufgestellt
Das Gerät steht im Garten, an der Fassade oder auf dem Flachdach.
- + Kein Platzbedarf im Gebäude
- + Keine Luftkanäle und Mauerdurchbrüche nötig
- + Meist einfachere und günstigere Installation
- – Sichtbar und dem Wetter ausgesetzt
- – Schall im Aussenbereich – Abstand zu Nachbarn und Lärmschutz beachten

Innen aufgestellt
Das Gerät steht im Keller oder Technikraum, die Luft wird über Kanäle und Lichtschächte zu- und abgeführt.
- + Unsichtbar und geschützt vor Witterung
- + Deutlich weniger Schall im Garten und bei Nachbarn
- + Ideal bei engen Platzverhältnissen aussen oder in Reihenhäusern
- – Braucht Platz im Keller und Luftführung nach aussen
- – Kanäle und Durchbrüche erhöhen den Aufwand
Vorteile
- Tiefste Investition aller Wärmepumpen-Systeme
- Keine Bohrung, kein Grundwasser nötig
- Fast überall einsetzbar – auch auf kleinen Grundstücken
- Kurze Planungs- und Bauzeit
Grenzen
- Effizienz sinkt an sehr kalten Tagen
- Aussengerät erzeugt Geräusche – Standort und Lärmschutz müssen sauber geplant werden
- Platzbedarf für das Aussengerät
- Höherer Stromverbrauch als bei Erdwärme
Gut geeignet für
- Neubauten und gut gedämmte Bestandsbauten
- Standorte, an denen keine Erdsonde bewilligt wird
- Ersatz einer Öl- oder Gasheizung mit kleinerem Budget
Darauf achte ich
- Richtige Dimensionierung statt «zu gross»
- Schallschutz-Nachweis und Standort des Aussengeräts
- Vorlauftemperatur und vorhandene Heizkörper
- Bewilligung bzw. Meldeverfahren der Gemeinde und Förderbeiträge
Weitere Systeme im Vergleich: Erdsonden-Wärmepumpe · Grundwasser-Wärmepumpe
Gerne beraten wir Sie persönlich
